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ECU-Wissensdatenbank

Nacheinspritzung

Aktualisiert Verfasst von den Kalibrierungsingenieuren von TuningBot2 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Nacheinspritzung feuert nach der Haupteinspritzung — vor allem für die Abgasnachbehandlung.
  • Sie hebt die Abgastemperatur für DPF-Regeneration und SCR-Bereitschaft an.
  • Ihre Nebenwirkung — die Ölverdünnung — ist der Punkt, den der Diesel-Tuner im Auge behält.

Bei der Nacheinspritzung wird nach dem Hauptverbrennungsvorgang zusätzlicher Kraftstoff zugeführt. Ihr Hauptzweck ist die Unterstützung der aktiven DPF-Regeneration (durch Erhöhung der Abgastemperatur) und die Verringerung der Kohlenwasserstoffemissionen während der Warmlaufphase des Motors.

Übersicht

Die ECU befiehlt die Nacheinspritzung, wenn die Abgastemperatur steigen muss, typischerweise für die DPF-Regeneration oder das Katalysator-Licht. Der Kraftstoff verbrennt im Abgaskrümmer oder in der Oxidation Katalysator, nicht im Zylinder.

Kontrollierte Signale

  • Menge nach der Injektion
  • Nacheinspritzzeitpunkt (°ATDC)
  • Abgastemperatur
  • Schätzung der DPF-Rußbelastung

Involvierte Karten

  • Karten der Nachinjektionsmenge
  • Karten der Nacheinspritzungszeitpunkte
  • DPF-Regenerierung Karten anfordern
  • EGT-Zielkarten

Logische Abfolge

DPF-Regenerationsanforderung ODER Warmlaufmodus
         ↓
Aktivieren der Nacheinspritzung
         ↓
Menge & Zeitberechnung
         ↓
EGT-Regelung

Ziele der Kalibrierung

  • Erreichen der Ziel-EGT für die DPF-Regeneration
  • Minimierung der Kraftstoffverdünnung im Motoröl
  • Verhinderung der Verkokung von Einspritzdüsen

Strategie der Kalibrierung

  • Nacheinspritzung ist emissionskritisch - modify mit Vorsicht genießen
  • Wenn der DPF entfernt wird, kann die Nacheinspritzung deaktiviert werden.
  • Überwachung der Ölverdünnung bei Fahrzeugen mit hoher Kilometerleistung

Diagnostik

  • DPF-Regeneration unvollständig
  • Anstieg des Ölstands (Kraftstoffverdünnung)
  • EGT-Sensor-Fehler

Bewährte Praktiken

  • Deaktivieren Sie niemals die Nacheinspritzung bei Fahrzeugen mit DPF, es sei denn, der DPF wird entfernt.
  • Regelmäßige Kontrolle des Ölzustands bei getunten Fahrzeugen

In der Kalibrierungspraxis

Späte Nacheinspritzungen dienen hauptsächlich der Abgasnachbehandlung: Nahe Nacheinspritzungen reduzieren Ruß, ferne Nacheinspritzungen leiten Wärme und Kohlenwasserstoffe zum DPF oder erwärmen das SCR-System. Ihr Nachteil ist die Ölverdünnung – Kraftstoff, der an den Kolbenringen vorbeifließt –, weshalb die Regenerationshäufigkeit und die Menge der Nacheinspritzungen aufeinander abgestimmt sind und weshalb ein Ansteigen des Ölstands bei Dieselmotoren im Kurzstreckenverkehr ein klares Signal und kein Rätsel ist.

Wofür ist die Nacheinspritzung da?

Wärmemanagement für die Abgasnachbehandlung: Spät im oder nach dem Arbeitstakt eingespritzter Kraftstoff hebt die Abgastemperatur, um die DPF-Regeneration zu treiben und den SCR im Arbeitsfenster zu halten. Das ist Emissions-Klempnerei, kein Momentenbeitrag.

Warum verdünnt die Nacheinspritzung das Motoröl?

Später Kraftstoff kann an den Kolbenringen vorbei in die Wanne rutschen — besonders bei häufigen oder unterbrochenen Regenerationen. Der Ölstand steigt, die Schmierung degradiert — deshalb verdienen getunte Kurzstrecken-Diesel eine strengere Ölwechseldisziplin.

Verwandt: bei unterstützten Fahrzeugen übernimmt diese Aufgabe direkt unser DPF-Off-Dateiservice. Siehe auch EGT-Sensoren in der Wissensdatenbank.

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