Thermische Schutzfunktionen reduzieren die Motorleistung, wenn kritische Temperaturen sichere Grenzwerte überschreiten. Dies schützt Kolben, Turbolader, Auspuffkrümmer, catalyst und andere hitzeempfindliche Komponenten vor Schäden.
Übersicht
Die ECU überwacht mehrere Temperatureingänge und wendet eine Drehmomentreduzierung an, wenn sich die Grenzwerte nähern. Der Schutz kann je nach Schweregrad schrittweise (progressive Reduzierung) oder sofort (Limp mode) erfolgen.
Überwachte Temperaturen
- Temperatur des Kühlmittels
- Öltemperatur
- Ansauglufttemperatur
- Abgastemperatur (EGT)
- Turbo-Eintritts-/Austritts-Temperatur
- Katalysatortemperatur (modeled)
Involvierte Karten
- Temperatur-Schwellenwertkarten
- Drehmoment-Derating-Karten gegen Temperatur
- EGT-Schutzkarten
- Karten zur Lüftersteuerung
Logische Abfolge
Temperatureingänge → Vergleich mit Schwellenwerten
↓
Bei Annäherung an den Grenzwert → Beginn der Drehmomentreduzierung
↓
Kühlung einschalten (Lüfter, Anreicherung)
↓
Wenn kritisch → Limp mode / Warnleuchte
↓
Überwachung auf Erholung
Ziele der Kalibrierung
- Verhinderung thermischer Schäden an Motor/Turbo
- Wiederherstellung ohne Abschaltung ermöglichen, wenn möglich
- Fahrer-Feedback geben
Strategie der Kalibrierung
- Anhebung der Schwellenwerte nur, wenn die Kühlung verbessert wird
- Überwachung der Ist-Temperaturen bei längerem WOT-Betrieb
- Umgebungsbedingungen berücksichtigen
Diagnostik
- Übertemperatur-DTCs
- Häufiges thermisches Derating
- Fehler im Kühlsystem
Bewährte Praktiken
- Wärmeschutz gibt es aus gutem Grund - respektieren Sie ihn
- Verbesserung der Kühlung vor Anhebung der thermischen Grenzwerte
- Datenprotokollierung der Temperaturen bei Leistungstests
