Der MAP-Sensor (Manifold Absolute Pressure) misst den Druck im Ansaugkrümmer. Bei Motoren mit Turbolader ist dies die primäre boost-Druckmessung. Die ECU verwendet MAP für die Lastberechnung, Kraftstoffeinspritzung und boost-Steuerung.
Übersicht
MAP-Sensoren geben eine Spannung aus, die proportional zum absoluten Druck ist (Vakuum bis boost). Moderne Sensoren verwenden piezoelektrische oder Dehnungsmessstreifen-Elemente mit integrierter Signalaufbereitung.
Sensor-Bereiche
- 1 Bar - nur mit Saugmotor (Unterdruck bis atmosphärisch)
- 2,5 bar - low-boost-Anwendungen
- 3-4 bar - typisch Diesel/moderate boost
- 5+ bar - Hochleistungsanwendungen
ECU-Verwendung
- Berechnung der Motorlast
- Rückmeldung des Ladedrucks
- Höhenausgleich
- Barometrische Referenz (beim Einschalten)
Überlegungen zur Kalibrierung
- High-boost-Tuning erfordert möglicherweise ein Sensor-Upgrade
- MAP-Sensor-Skalierung muss mit der Hardware übereinstimmen
- Die Position des Sensors beeinflusst die Messwerte (vor/nach der Drosselklappe)
Diagnostik
- MAP-Bereich/Leistungsfehler
- MAP/MAF-Korrelationsfehler
- Unplausible boost-Messwerte
Bewährte Praktiken
- Prüfen, ob der MAP-Sensor den Zielbereich abdeckt boost
- Unterdruckleitungen auf Dichtheit prüfen
- Verwendung von Qualitätssensoren für genaue Messwerte
