Die Klopfregelung ist eine zentrale Sicherheits- und Leistungsstrategie in modern-Benzinsteuergeräten (MED17, MG1). Das Steuergerät muss eine anormale Verbrennung erkennen, deren Schweregrad klassifizieren und den Zündzeitpunkt entsprechend anpassen, um den Motor zu schützen und gleichzeitig die Effizienz zu erhalten.
Übersicht
Klopfen tritt auf, wenn sich Endgas im Verbrennungsraum unter Druck selbst entzündet. Das Steuergerät überwacht das Klopfen kontinuierlich mit Hilfe von Block- oder Einzelzylinder-Klopfsensoren und vergleicht die gemessenen Vibrationsmuster mit kalibrierten Geräuschwerten models.
Gesteuerte Signale und Sensoren
- Klopfsensorspannung / gefilterte Klopfintensität
- Stellung der Kurbelwelle (für die Fensterung)
- Motorlast, Druckverhältnis, Temperatur
- Vorverlegung des Zündzeitpunkts
- Rauschen model Referenzkurven
Involvierte Karten
- Knock Threshold MapsVibrationsgrenze pro RPM/Last
- RauschmodellkartenBasisgeräusch des Motors
- Zündungsgrundkarten: wichtigste Zeitquelle
- Karten zur Zündungskorrektur: zylinderweise oder global
- Knock Recovery KartenGeschwindigkeit der Zeitvorverlegung
ECU Logische Sequenz
Klopfsensor → Filterung → Fensterung (pro Zyklus)
↓
Vergleich mit Geräuschmodell
↓
Ist Klopfen > Schwellenwert?
↓ JA
Zündzeitpunkt reduzieren
↓
Klopfintensität für Lernen/Wiederherstellung speichern
Ziele der Kalibrierung
- Gewährleistung eines sicheren Betriebs bei allen Kraftstoffqualitäten
- Maximierung der Leistung ohne anhaltendes Klopfen
- Beibehaltung eines konsistenten Verhaltens von Zylinder zu Zylinder
Strategie der Kalibrierung
- Basiszündkennfelder nicht zu weit verstellen, wenn die Drehmomentziele steigen
- Klopfschwellen bei Bedarf konservativ anheben
- Erlauben Sie die Wiederherstellung nur, wenn anhaltende klopffreie Zyklen erkannt werden
- Bei Turbomotoren mit der Steuerung boost und den Zielen lambda koordinieren
Diagnostik
- Klopfsensor-DTCs (Bereich/Leistung)
- Zylinderspezifische Steuerkorrekturen >3-5° weisen auf Probleme hin
- Abnormes Rauschen model Anpassung
Häufige Fehler
- Übermäßiger Zündvorlauf nach Turboaufrüstung
- Anhebung der Klopfschwellen statt Korrektur des Timings
- Ignoring Schwankungen der Kraftstoffqualität
Zusammenfassung bewährter Praktiken
- Erst der sichere Vorsprung, dann die Leistung
- Zylinderunwucht überwachen
- EGT und lambda zur Unterstützung der Klopfstrategie verwenden
