Der Zündzeitpunkt steuert, wann die Zündkerze im Verhältnis zur Kolbenposition im Verdichtungshub zündet. Ein optimaler Zündzeitpunkt erzeugt ein maximales Bremsmoment (MBT) und vermeidet gleichzeitig Motorklopfen und übermäßige Abgastemperaturen.
Übersicht
Die ECU berechnet den Zündzeitpunkt anhand von Basiskennfeldern und wendet dann Korrekturen für Temperatur, Klopfen, lambda und transiente Bedingungen an. Moderne Motoren können über eine zylinderindividuelle Steuerzeitenregelung verfügen.
Kontrollierte Signale
- Zündspulenverweilzeit und Zündbefehle
- Stellung der Kurbelwelle
- Position der Nockenwelle
- Motorlast (MAP/MAF)
- Kühlmittel- und Ansaugtemperaturen
Involvierte Karten
- Basis-Zündkarten vs. Drehzahl/Last
- Karten zur Korrektur der kalten Temperatur
- Lambda-Korrekturkarten
- Knock Retard Karten
- Transiente Vorschuss-/Retard-Karten
Logische Abfolge
RPM & Last → Basiszeitpunktsuche
↓
Temperatur-Korrekturen
↓
Lambda-Korrekturen
↓
Klopfkorrekturen (subtrahieren)
↓
Endgültige Zündvorverstellung → Spulentreiber
Ziele der Kalibrierung
- Erreichen des maximalen Bremsmoments (MBT)
- Vermeiden Sie unter allen Bedingungen Klopfen
- Kontrolle der Abgastemperatur
Strategie der Kalibrierung
- Steuerzeiten in 1°-Schritten vorverlegen, auf Klopfen überwachenoring
- Kraftstoff mit höherer Oktanzahl ermöglicht mehr Vorlauf
- Koordinierung mit boost und Betankungsänderungen
- Überprüfen Sie, ob die Einlasstemperatur des catalyst sicher bleibt.
Diagnostik
- Fehlzündungen DTCs
- Klopfsensor-Fehler
- Rauer Leerlauf oder Zögern
Bewährte Praktiken
- Niemals den Zeitpunkt über die Klopfschwelle hinaus vorverlegen
- Verwenden Sie die Datenaufzeichnung, um die Zeitmessung unter Last zu überprüfen.
- Prüfung mit der vorgesehenen Kraftstoffsorte
